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  1. Stefan Zahnd
  2. Ernährung
  3. Samstag, 07. Mai 2016
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Ich wollte mal wissen, ob es wirklich stimmt, dass Fett fett macht? Habe da nun schon beides gehört... Vielen Dank für die Antwort.
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Grundsätzlich ist es wichtig zu wissen, dass der menschliche Körper eine Maschine ist, welche auf höchstmögliche Effizient ausgelegt ist. Nichts wird verschwendet und daher wird überschüssige Energie, egal ob diese aus Kohlenhydraten, Fett oder Protein stammt, in Fett ausgelagert. Allerdings werden Kohlenhydrate schneller als Fette oder Proteine in Fett umgewandelt.

Um das nachvollziehen zu können, muss man wissen, wie die Nährstoffe im Körper verwertet werden. Dies im Detail zu verstehen ist extrem komplex und daher hier die kurze Version:

  • Kohlenhydrate (Zucker) werden im Körper fast ausschliesslich als Energiequelle genutzt. Wird die Energie nicht verbraucht (körperliche Aktivität), wird der Überschuss in Fett ausgelagert. Dazwischen gibt es nicht mehr viel.
  • Proteine dienen dem Körper primär als Baustoff, können aber im Überschuss dennoch in Fett umgewandelt werden.
  • Fett ist ebenfalls ein sehr wichtiger Baustoff für Zellen und Hormone. Daneben ist Fett aber auch ein sehr guter Energielieferant und wird bei einem Überschuss auch in (Bauch)Fett umgewandelt.

Warum alles schlussendlich in Fett umgewandelt wird hat einen einfachen Grund: Fett hat mit 9 kcal pro Gramm die höchste Energiedichte und ist daher die bevorzugte Form des Energiespeichers (auf wenig Raum möglichst viel Energie).

Die einfache Antwort auf die Frage lautet also: Ja, auch Fett macht fett.

Dennoch ist Fett für den Körper im Normalbetrieb viel wertvoller als Kohlenhydrate und sollten bevorzugt werden und zwar aus nachfolgenden Gründen:

  • Fett macht schneller und länger satt als Kohlenhydrate. Nicht nur die Wissenschaft, sondern auch unser Körper weiss, dass in Fett 9 anstatt nur 4 kcal pro Gramm drin stecken. Somit stellt sich das Sättigungsgefühl schneller ein.
  • Zu wenig Fette in der Nahrung fördert die Fetteinlagerung. Klingt auf den ersten Blick komisch, ist aber ganz logisch. Nehmen wir über die Nahrung zu wenig Fett zu uns (weniger als 90g pro Tag), geht der Körper von einer Notsituation aus und hamstert so viel wie möglich des wertvollen Stoffes. Schliessich braucht er diesen um lebenswichtige Substanzen herstellen zu können.
  • Hochwertige Pflanzenfette wie Oliven-, Raps-, Leinsamen- oder Walnussöl liefern dem Körper wichtige Nährstoffe und Antioxidantien, welche unsere Zellen vor Zerstörung schützen. Sind unsere Zellen gesund, sind auch wir gesund.
  • Mittel- und kurzkettige Fettsäuren, wie sie in reichlich in Kokosfett vorkommen, fördern sogar den Abbau von gespeichertem Körperfett und sind wahre Fat-Burner.
  • uvm.

Problematisch werden Fette in der Nahrung, wenn sie versteckt in Nahrungsmitteln vorhanden sind, welche durch einen hohen Gehalt von Zucker oder anderen Geschmacksverstärkern wie Glutamat, süchtig machen (zum Beispiel Fast-Food). In dieser Kombination reagiert unser Verdauungssystem nämlich nicht wie sonst auf die satt machenden Fette und es wird über den eigentlichen Hunger hinaus gegessen und das führt zu einem Überschuss an Energie, welcher in Fett umgewandelt wird.

Fazit. Fett wird genau gleich wie Kohlenhydrate oder Proteine früher oder später in (Bauch)Fett umgewandelt. Die Fette in einer gesunden und natürlichen Ernährung führen jedoch zu einem schnelleren Sättigungsgefühl und die Gefahr, zu viel zu essen, ist gering (sofern man auf seinen Körper hört). In Kombination mit Zucker oder anderen Geschmacksverstärkern, wie sie oft in Fast-Food und Fertigprodukten vorkommen, wird das Sättigungsgefühl gestört und wir essen in der Regel mehr, was schlussendlich dick macht.
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  1. vor über einem Monat
  2. Ernährung
  3. # 1 Permalink


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